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Aus dem Projektbericht Von Lutz Knödler
Arbeitsschritte
1. Baustelle einrichten: Darunter ist in unserem Fall
zu verstehen, dass die Baustelle gegen unbefugtes Betreten
gesichert wird. Die beiden Zugänge (Einfahrt, Treppe)
werden mit Bauzaunfeldern verschlossen. Danach werden Geräte,
Container und Materialien an ihre Plätze gebracht, so
dass sie die laufenden Arbeiten später nicht behindern.Das
heißt, dass viele unserer Materialien im hinteren Teil
der Baustelle bzw. vor dem zweiten Zugang (Treppe) gelagert
werden. Dies gilt vor allem für Baustoffe, die aus dem
Bestand übernommen werden, wie zum Beispiel den Sand
aus dem vor-handenenSandkasten, der zum Mischen von Beton
auf der Baustelle verbleibt. Wasser wird auf Grund des fehlenden
Anschlusses in einem Fass von uns auf die Baustelle mitgeführt,
Strom zum Beispiel für die Mischmaschine bekommen wir
von einem Dieselaggregat.
2. Demontage/Abriss des alten Spielplatzes: Nun ist
die Baustelle so weit eingerichtet, und wir können mit
der Demontage der Holzpalisaden und deren Fundamente beginnen.
Diese werden mit dem Bagger entfernt und in Containern bzw.
auf Haufen getrennt gelagert und so schnell wie möglich
abgefahren und entsorgt. Wie sich aus dem Plan erschließt,
haben wir durch diesen Schritt Platz gewonnen und können
nun die Holzspielhütten demontieren und sie und ihre
Fundamente entsorgen. Jetzt kann der Sand aus dem Sandkasten
entfernt und bauseits gelagert werden. Die Holzeinfassung
wird zuletzt entfernt, um ein Vermischen des Sandes mit der
anliegenden wassergebundenen Wegedecke zu vermeiden. Die Randeinfassung
wird mit dem anderen Holz entsorgt. Zum Schluss wird die vor
der ersten Palisadenreihe bef indliche Entwässerungsrinne
entfernt und der Hofeinlauf tot gelegt. Steine wie Fundamente
werden auch hier fachgerecht entsorgt.
3. Einmessen/Erdarbeiten: Da nun die Baufläche
geräumt ist, können wir mit den eigentlichen Baumaßnahmen
beginnen. Nun wird erst einmal die neue Betonsteinpflasterfläche
und der zu erstellende neue Sandkasten abgesteckt, um ein
Gefühlfür die Formen und Größenverhältnisse
zu bekommen beziehungsweise damit man weiß, wo und grob
wie viel Fläche abgetragen werden muss. Ist dies geschehen,
kann mit den Erdarbeiten begonnen werden, das heißt
in unserem Fall, dass in den Bereichen, wo später Pflasterflächen
entstehen sollen, die wassergebundene Wegedecke entfernt wird
und der Sandkasten ausgehoben werden muss. Während der
Erdarbeiten ist schon darauf zu achten, dass ein erstes grobes
Planum erstellt wird.
4. Sickerpackung/Feinplanum im Sandkasten: lm Prinzip
arbeiten wir uns auf dieser Baustelle von innen, also aus
dem Sandkasten heraus, in die Außenflächen. Deswegen
fangen wir mit dem am tiefsten gelegenen Bauelement im Sandkasten
an, das ist die Sickerpackung. Diese wird eingemessen und
mit dem Bagger ausgeschachter, mit VIies ausgekleidet und
mit Kies (16132) befüllt und wieder mit Vlies abgedeckt.
Jetzt wird das Trichtergefälle, welches später den
regelgerechten Sickerwasserabf Iuss regelt, abgezogen. Die
Koffersohle im Sandkasten wird mit Gefälle zur Sickerpackung
planiert und verdichtet.
5. Fundament Spielgeräte: Hierzu wird der Rand
bzw. der genaue Verlauf der Randeinfassung abgesteckt. Dies
ist notwendig, um die Sicherheitsabstände genau einzuhalten,
da der Sandkasten als Fallschutz für das Spielgerät
fungiert. Nachdem diese eingemessen sind, werden sie ausgehoben,
und zwar nach den Angaben des Herstellers, damit ein optimaler
Stand der Geräte gewährleistet ist. Die Fundamente
werden bereits jetzt ausgehoben, damit beim späteren
Auspflastern der lnnenfläche dieser Bereich freigehalten
und schneller ausgepflastert wird und nicht nachträglich
Pflaster aufgenommen werden muss.
6. Randeinfassung: Da beim Aushub des Sandkastens
die Fläche für die Randeinfassung mit ausgehoben,
planiert und verdichtet wurde, kann jetzt direkt begonnen
werden. Da wir in der Randeinfassung Sandsteinfindlinge mit
einbauen, empf iehlt es sich, diese zuerst zu setzen, da man
dann später den Betonkantenstein an diese Findlinge heranarbeiten
kann und nicht umgekehrt. Weiterhin kann man Betonstein leichter
bearbeiten als Naturstein. Auf Grund ihrer Größe
(60/90 x 50/60 x 50/60) müssen sie mit dem Bagger gesetzt
werden. Als nächstes werden die Betonkantensteine und
die Radien gesetzt.
7. Unterbau/Oberbau: Nach der Randeinfassung wird
nun der Unterbau (Mineralgemisch (0/22) 5 bis '1 0 Zentimeter
stark) f ür die Pf lasterfläche eingebracht, auf
Höhe planiert und verdichtet. Somit ist die Fläche
nun bereit zum Auspflastern, wir bleiben unserem Prinzip treu,
dass wir von innen nach außen arbeiten. Durch den Einbau
des vorhandenen Sandes (0/2) und des Pflasters bekommen wir
in den Außenbereichen Platz zum Arbeiten. Die Ausgleichsschicht
wird mit Hilfe von Abziehstangen und eines Richtscheides abgezogen
(Trichterge-fälle) und das Betonsteinpflaster (10/20/8)
vorwärts verlegt. Wir haben uns für diese Verlegetechnik
entschieden, da sie nicht so zeitaufwändig ist und man
damit ineiner kurzen Zeit viel FIäche schafft.Es wird
in kreuz fugenfreiem Reihenverband gepflastert, da dieser
schnell und einfach zu verlegen Da auf diese Fläche im
Sandkasten keine großen Belastungen einwirken, reicht
dieser Verband aus.
8. Spielgeräte: Nun können die Spielgeräte
gesetzt werden. Sie werden erst jetzt eingebaut, da sie besonders
beim Abziehen des Trichtergefälles stören könnten
bzw. das Verlegen und das Abrütteln an einigen Stellen
schwierig bis unmöglich machen. Stehen die Spielgeräte,
wird das Plaster angearbeitet, Sand ein geschlämmt, abgewackert
und nachgefegt.
9. Sand: Da nun die Innenfläche fertig ist, kann
Sand in den Sandkasten eingefüllt und planiert werden.
Somit ist dieser Teil der Baustelle abgeschlossen.
10. Nachplanieren: Da wie oben schon angesprochen
im Außenbereich noch mit dem Bagger gefahren wird, um
im Innenbereich zu arbeiten, muss außen nur grob erstelltes
Planum nun nach Planiert bzw. feinplaniert werden. Dies garantiert
eine hohe Planungsgenauigkeit und optimale Schichtstärken
im Unter- und Oberbau.
11. Unterbau/Oberbau: Nun wird an Hand der abgesteckten
Höhen Mineralgemisch (0/22) eingebracht, planiert und
verdichtet. lm vorderen Bereich der Fläche werden anstatt
der sonst eingebauten beziehungsweise schon vorhandenen 10
Zentimeter Tragschichtsmaterial 20 Zentimeter eingebaut, da
hier mit gelegentlicher Pkw-Belastung zu rechnen ist.
Hier wird auch wieder mit Hilfe von Abziehstangen und Richtscheid
abgezogen. Auf den Außenflächen wird im Ellenbogenverband
verlegt, da dieser gerade auf den zu befahrenden Flächen
den Scherkräften besser standhält und außerdem
leichter und schneller zu verlegen ist als Reihen- oder Fischgrätverband.
Danach wird auch hier Sand eingefegt, abgewackert und nachgesandet.
wir keine rechtwinklige Grundfläche des Pflasters als
auch Natursteine als Randeinfassung verbaut haben, muss das
BetonsteinPflaster
manchen Ecken angearbeitet, sprich zugeschnitten, geknackt
werden.
12. Schadenbeseitigung: Falls Schäden auftreten
werden, müssen sie jetzt beseitigt werden' Was hierunter
sicherlich fällt, ist das Anarbeiten der wassergebundenen
Wegedecke
an die Pflasterflächen.
Jungärtner Seminare in Grünberg
Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner AdJ veranstaltet
in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg Seminare
für junge Gärtner. Zwei seien hier genannt, nämlich
das Seminar vom 25. bis 27. Februar mit dem Thema ,, Führen
und Motivieren will gelernt sein" und das Seminarvom
11. bis 13. Februar über ,,Arbeiten im Ausland".
lnformationen darüber und über weitere Lehrgänge
erhält man bei der AdJ über die Telefonzentrale
(06401 ) 91010 .
Vorbereitung auf die GalaBau-Abschluss Prüfung
Wer als Ausbilderin oder Ausbilder viel Zeit und Energie in
die Azubis investiert hat, möchte auch, dass sie die
Abschlussprüfung schaffen. Da ist es nicht ohne Bedeutung
zu wissen, wie eine solche Prüfung abläuft, worauf
Prüfer besonders achten und wie die einzelnen Leistungen
bewertet werden Daraus ergibt sich auch, wie die Auszubildenden
möglichst gut auf die Prüfung vorbereitet werden.
Mit diesen Themen beschäftigt sich ein Seminar am ' 16.
und 17. Februar an der Lehranstalt für Gartenbau und
Floristik Großbeeren (LAGF). Anmeldungen (die Teilnahme
ist für umlagepflichtige Betriebe kostenlos) unter Telefon
(033701)22970.
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