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Azubis bauen Spielplatz





Azubi-Gemeinschaftsprojekt Spielplatz Dorfwiese in Wuppertal

Die GaLaBau-Firma Leonhards Söhne in Wuppertal geht bei der Projektarbeit im Rahmen der Ausbildung zum Landschaftsgärtner neue Wege. Auch weil das Motto der Firma lautet,,Anders als Andere" wurde zusammen mit der Stadt Wuppertal ein Gemeinschaftsprojekt durch geführt.

Die GaLaBau-Firma Leonhards Söhne in Wuppertal geht bei der Projektarbeit im Rahmen der Ausbildung zum Landschaftsgärtner neue Wege. Auch weil das Motto der Firma lautet ,,Anders als Andere" wurde zusammen mit der Stadt Wuppertal ein Gemeinschaftsprojekt durch geführt in welcher Reihenfolge die einzelnen Arbeiten auszuführen sind sowie welches Material wann benötigt wird. Und natürlich ist auch rmmer die Frage zu beantworten: ,,Was kornmt als nächstes und was passiert morgen?"

Die in der Ausbildungsordnung vorgeschriebene Dauer des Projektes beträgt eine Woche, es ist ein Projektbericht anzufertigen. Die notwendigen theoretischen Grundlagen für das projekt werden vorher in der Berufsschule erarbeitet. In der Firma Leonhards Söhne in Wuppertal sollten im Jahr 2004 von den insgesamt' 14 Auszubildenden sieben ein Projekt durchführen. Es schien dem Ausbildungsleiter Dominik Becker schwierig, für jeden der sieben Azubis ein Projekt zu finden, ganz unmöglich war es, dafür eine der laufenden Baustellen zu nutzen.
Also kam die ldee, das Notwendige mit dem Nützlichen zu verbinden und eine gemeinnützige Arbeit zusammen mit der Stadt Wuppertal durchzuführen. Ein solches Projekt versprach,,viele Gewinner": Die Stadt spart Kosten, die sie an anderer Stelle investieren konnte, die Auszubildenden sammeln Erfahrung und Wissen auf einer Baustelle, mit der sie sich identifizieren können, und die Firma Leonhards erstellt mit ihren Mitarbeitern ein Objekt, das für den Betrieb repräsentativ ist. Es traf sich gut, dass auch Wuppertal, wie fast alle anderen Kommunen, leere Kassenund Objekte hat, deren Instandsetzung zwar angedacht ist, aber aus finanziellen Gründen nicht ausgeführt werden kann.
Die Firma Leonhards fand gemeinsam mit Stadt Wuppertal also einen Kinderspielplatz in Wuppertal-Langerfeld der eine Grundüberholung dringend benötigte - schließlich wurde er 1979 zuletzt saniert. Besonders betroffen waren darauf der völlig abgespielte" Kleinkinderbereich und die Sicherheitsfläche für Spielgeräte, die nicht mehr den Sicherheitsanforderungen der gültigen EU-Normen entsprachen. Gemeinschaftsprojekt der Auszubildenden auf diesem Platz - darauf wurde bei der Auswahl besonders geachtet - würde also keinem örtlichen Unternehmen einen Auftrag vorenthalten. Die Vorplanung einschließlich aller notwendigen Ausführungspläne wurde durch die Stadt geleistet, Stadt stellte auch das erforderliche Baumaterial und die Spielgeräte Verfügung. Von der Firma Leonhards kamen die Auszubildenden als Arbeitskräfte und die fachliche Bauaufsicht.
Für die Baumaschinen hat man die Firma MVS Zeppelin Wuppertal als Sponsor gewinnen können (wofür die Azubis an dieser Stelle nochmals danken), die die notwendigen Maschinen und Geräte kostenlos zur Verfügung stellte. Was dann noch fehlte, kam von oer Firma Leonhards. Für die Arbeiten, die in der Zeit vom 28. Juni bis 9. Juli 2004 durchgeführt wurden, hatte man die Auszubildenden in zwei Gruppen eingeteilt. Hauptarbeiten waren die Entfernung der verfaulten Palisaden-Einfassung, Vergrößerung der Sandspielfläche und der Austausch des alten Kletterturms gegen ein Bauwerksgerüst. Jede Gruppe hatte eine Woche Zeit, einen Teilbereich der Baumaßnahme zu erstellen. Diese Teilbereiche hatten die Auszubildenden selbst während der Vorbesprechungen festgelegt, so dass die Arbeiten vor Ort zügig ablaufen konnten. Auch alle Baustoffe waren vorbestellt und mussten nur noch von den Auszubildenden zeitnah abgerufen werden.
Ein Auszubildender hatte in jeder Gruppe als ,,Baustellenleiter" die Federführung und war gleichzeitig Ansprechpartner vor Ort. Dominik Becker von der Firma Leonhards hat das Bauvorhaben beaufsichtigt. Er war täglich auf der Baustelle und hat mit den Auszubildenden die anstehenden Arbeitsschritte besprochen und mit ihnen gemeinsam die Planung für den nächsten Tag vorgenommen. lm übrigen haben aber die Teilnehmer die Baustelle entsprechend ihren Fähigkeiten völlig selbständig umgesetzt. Nach der Fertigstellung wurde vom Bauleiter der Stadt, dem Ausbildungsleiter und den sieben beteiligten Auszubildenden eine förmliche Baustellenbegehung durchgeführt und die Baustelle abgenommen. Auf die Beurteilung ,,keine Mängel" waren die Auszubildenden verständlicherweise besonders stolz. Es versteht sich, dass an der einen oder anderen Stelle besprochen wurde, wie man gewisse Dinge auch anders hätte bauen können. Aus der Sicht des Ausbildungsbetriebes war dieses - als PPP ,, Private-Public-Partnership" - ausgeführte Projekt ein voller Erfolg. Die Auszubildenden haben viel an Erfahrung gewonnen - vor allem ist ihnen bewusst geworden, dass viel Koordination für die erfolgreiche Durchführung einer Baustelle nötigig ist und dass viel Verantwortunq damit verbunden ist. Von Seiten der Stadt Wuppertal hat man die Bilanz gezogen: ,, Das Projekt hat unsere Vorstellungen voll erfüllt, wir möchten ein solches Projekt gern wiederholen. "

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