Aus Holz gebaut: Neuer
Spielplatz im Kaiser Wilhelm-Hain von späteren Nutzern
selbst entworfen
Alles neu macht der Oktober: Obwohl als Reim gänzlich
ungeeignet, trifft es auf den Kinderspielplatz Kaiser Wilhelm-Hain
ganz einfach zu. Aus einem zugewachsenen und schattigen Plätzchen
mit alten Spielgeräten ist ein heller, lichter Ort mit
tollen neuen Spielgeräten aus Holz geworden. Anfang
November wird die Umgestaltung des Platzes an der Bremer
Straße abgeschlossen sein.
Entstanden ist für die Summe von 150.000 Euro eine
komplett neue Spiellandschaft für Kinder aller Altersgruppen.
Spiel- und Baumhäuser, eine Rutsche, Kletternetze, eine
Hängebrücke, eine Vogelnestschaukel werden sehr
bald von sicher vielen Kindern in Besitz genommen. Balancierstämme
verbinden die einzelnen Elemente, ein zentraler Spielturm
nimmt die Mitte des Bereichs für die größeren
Kinder ein.
Für die Jüngsten gibt es einen eigenen Teil mit
entsprechend kleineren Geräten und Sitzen für die
Eltern oder Begleiter. Am Rand laden Bänke und Tische
zum Verweilen ein. Und das Beste daran: Die meisten Sachen
sind aus Eichenholz – und geben auf diese Weise dem
Spielplatz, getreu seiner waldartigen Umgebung, einen natürlichen
Charakter.
Der alte Kinderspielplatz lag in einem „stark verschatteten
Bereich“ der Parkanlage, wie es die Experten vom Ressort
Grünflächen und Forsten ausdrücken. Eine Sanierung
war dringend erforderlich.
Um Ideen zu sammeln, was denn getan werden müsste, wurden
diejenigen gefragt, die es am besten wissen müssen:
Anfang 2008 startete ein Beteiligungsprojekt des städtischen
Fachbereichs Jugend & Freizeit und des Bewohnertreffs „Mittendrin“ der
Diakonie, ein Bewohnerprojekt unterstützt durch die
GWG, mit 20 Kindern zwischen sechs und 13 Jahren.
Was dort an Ideen zusammenkam, setzte das Ressort Grünflächen
und Forsten in einen Entwurf um, der Kindern und Anliegern
des Kaiser Wilhelm-Hains vorgestellt wurde und allgemein
Zustimmung fand. Gerade in der frühen Beteiligung der
späteren Nutzer liegt für die Planer und Gestalter
der Schlüssel für spätere Akzeptanz. Die Stadt
hofft so, dass die Kinder „ihren“ Park und Spielplatz „in
Besitz“ nehmen und aktiv gegen Vandalismus und mutwillige
Zerstörungen eintreten werden.
Neben der Ausstattung mit Geräten maß man im
Rathaus auch der Entwicklung des Umfelds große Bedeutung
zu. Ziel war es unter anderem, übersichtliche Flächen
zu schaffen, auf dass keine so genannten Angsträume
entstehen können.
So wurden für die einzelnen Altersgruppen separate,
dem Alter und der motorischen Fähigkeit entsprechend
angepasste Spielbereiche angelegt. Eine seit Jahren bestehende
Streetballfläche konnte in die Planung übernommen
werden.
Um dem Areal zu mehr Sonnenlicht zu verhelfen, wurde eine
Linde gefällt. Auch einige kranke und nicht mehr standsichere
Bäume sind aus Sicherheitsgründen entfernt worden.
Die Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg gab dafür
ihre Zustimmung.
Weil direkt neben dem Spielbereich ein von vielen Hundebesitzern
und ihren Vierbeinern genutzter Weg verläuft, ist zwischen
diesem und dem Spielplatz ein extra Zaun aufgestellt worden.
Er soll verhindern, dass Hunde zwischen Rutsche und Spielhaus
herumstreunen oder dort sogar ihre „Geschäfte“ erledigen.
Die Wuppertaler Straßensatzung regelt genau den Umgang
mit den Hinterlassenschaften der Hunde, für deren Beseitigung
allein der Hundebesitzer verantwortlich ist.
Ihre Ansprechpartner:
Thomas Deitermann, Bauleitung, Ressort Grünflächen
und Forsten, Telefon 563 – 5074
Peter Krieg,
Fachbereich Jugend und Freizeit,
Telefon 563 – 2617
|